Halbe Treppe

Deutschland, 111min
Filmspiegel-Auszeichnung
R:Andreas Dresen
B:Andreas Dresen
D:Steffi Kühnert,
Gabriela Maria Schmiede,
Thorsten Merten,
Axel Prahl
L:IMDb
„Es ist ja nicht so, dass wir das von langer Hand geplant hätten”
Inhalt
Chris (Thorsten Merten) schaut nicht gerade wie ein Traummann aus. Doch er ist nicht Irgendwer. Als Morgenmoderator von Radio 24 bietet er Dauer-Power aus dem Power-Tower in Frankfurt/Oder. Das sexuelle Interesse an seiner Frau Katrin (Gabriela Maria Schmeide) hat nachgelassen und er schaut sich ganz nüchtern nach Alternativen um. Er hat ein leichtes Spiel Ellen (Steffi Kühnert) zu verführen, die von ihrem Mann Uwe (Axel Prahl) chronisch vernachlässigt wird. Blöd an der Sache ist, dass die beiden Paare eng befreundet sind. Noch blöder, dass die beiden Ehebrecher zusammen in der Badewanne erwischt werden. Was folgt, sind verzweifelte Rettungsversuche der beiden Betrogenen, die mehr oder weniger erfolgreich sind.
Kurzkommentar
Andreas Dresen nimmt eine stereotypische Geschichte und macht sie zum Erlebnis. Zusammen mit einem kleinen Team improvisierte er über drei Monate hinweg ein ungemein intensives, lebensnahes Drama um Liebe, Träume, Schuld und Sühne. Dank dem Feingefühl seines Kameramanns Michael Hammon sowie vier großartigen Darstellern gelingt ihm dabei nicht nur ein Drama voller Details und unprätentiöser Emotionen, sondern auch ein empfindsames Porträt eines gereiften Lebensgefühls: was empfindet man auf der halben Treppe seines Daseins?
(Thomas Schlömer)