Jimmy the Kid

Deutschland, 86min
R:Wolfgang Dickmann
B:Martin Rauhaus, Peter Wohlgemuth
D:Rufus Beck,
Herbert Knaup,
Nele Mueller-Stöfen
L:IMDb
Inhalt
Fünf Kleingangster, die sich alle mehr schlecht als recht durchs Leben wursteln, planen den großen Coup - auf Grundlage des Buches "Jimmy the Kid". Das ausgerechnet Kelb, der unterbelichtetste von allen, auf diese Idee kommt, gibt die Marschroute für die Handlung vor. Während Dortmunder, der Kopf der Truppe, sich zunächst widerstrebend zeigt, beginnen die andern, dilletantisch wie immer, schonmal mit den Vorbereitungen, immerhin soll der Sohn eines reichen Bankiers gekidnapped werden. Das daraus die Tochter eines Managers wird, braucht niemand zu verwundern, ebenso wenigwie die Tatsache, daß die kleine Göre wesentlich intelligenter ist, als alle fünf Entführer zusammen. Doch da sie sich sowieso nicht nach ihrem Zuhause, sondern nach familiärer Wärme sehnt, beschließt sie, gleich bei den Entführeren zu bleiben, und ihnen beim Austricksen der Polizei zu helfen.
Kritik
Bemerkenswert ist 'Jimmy the Kid' eigentlich nicht: Optik, Musik etc. fallen nicht störend auf, die Handlung ist spätestens nach einer halben Stunde absehbar, die Charaktere wie in jeder deutschen Komödie etwas verschroben. Zudem ist alles irgendwie sehr klischeehaft: Unter den fünf Entführern befinden sich ein Anführer in der MidLife-Crisis, sein dämlicher Gehilfe, ein Malocher, die naive Freundin des Anführers sowie ein Mutti-Gewissen. Die kleine Göre ist extrem intelligent, ihr Vater nie für sie da, und ihre Psychologin allzu schrill.
Auch die Handlung stellt keine großen Ansprüche, über mehr als ein paar kleine Wendungen gegen Ende kommt sie nicht hinaus, der Rest ist zumindest für den routinierten Kinogänger eher langweilig.
Wer noch nicht genug deutsche Komödien gesehen hat und über kleinere Mängel hinwegsieht, kann dennoch einen kurzweiligen Abend verbringen. Gut sind etwa die Zitate aus dem Originalroman zu denen gleichzeitig die entsprechenden Versuche der Kleingangster, alles detailgetreu auszuführen, über die Leinwand flimmern.Alles in allem kein schlechter Film, aber auch nichts Herausragendes.

Typisch deutsche Komödie: Größtenteils durchschnittlich


Wolfgang Huang