Vertical Limit

USA, 120min
R:Martin Campbell
B:Robert King, Terry Hayes
D:Chris O'Donnell,
Robin Tunney,
Scott Glenn,
Izabella Scorupco
L:IMDb
„Hunderttausende von Spermien und Du warst der Schnellste?”
Inhalt
Nachdem sie bei einem tragischen Kletterunfall ihren Vater verloren haben, trennten sich die Wege von Peter Garrett (Chris O'Donnell, zuletzt "Der Junggeselle") und seiner Schwester Annie (Robin Tunney, "End of Days"). Jahre später droht ein weiteres Unglück sie endgültig auseinanderzureißen: Bei dem Versuch, den K2, den zweithöchsten und gefährlichsten Berg der Welt zu bezwingen, wird Annie gemeinsam mit dem egoistischen Milliardär Elliott Vaughn (Bill Paxton, zuletzt "U-571") in einer Gletscherspalte verschüttet. In einem Wettlauf gegen die Zeit versucht Peter zusammen mit dem exzentrischen Kletterer Montgomery Wick (Scott Glenn, zuletzt "Absolute Power") die Gruppe zu retten.
Kurzkommentar
Solange man "Vertical Limit" nicht ernst nimmt, und auch an den gebotenen Humor keine intelektuellen Ansprüche stellt, kann der Film als No-Brainer durchaus gefallen.
Kritik
Wichtige Hinweise: Nehmen Sie diesen Film nicht ernst. Erwarten Sie keine geistige Glanzleistung, erwarten Sie am besten gar keine Leistung, erwarten Sie am besten überhaupt nix. Stellen Sie sich vielmehr vor, Sie wollen einen Film, der Sie intelektuell keinesfalls fordert, und der so deutlich ist, dass Sie ihn auch nach einen sauschweren Arbeitstag oder mit deutlich zu viel Alkohol noch verstehen. Einen Film, der Sie aber auch ja nicht mitreisst, aufweckt, oder sonst irgendwie ihre Adrenalin-Produktion anregt.
Falls Sie sich in einem Zustand befinden, in dem Sie ein solcher Film reizen könnte, ist "Vertical Limit" genau das Richtige. Campbells Kletterfilm ist derart überzeichnet, genausogut hätte er Nummerngirls mit beschrifteten Schildern, auf denen Hinweise wie "Achtung Witz!" oder "Vorsicht, Spannung!" steht, durchs Bild laufen lassen können. Aber, immerhin, das ist irgendwie erholsam, endlich mal nicht auf der Suche nach dem Sinn. Der fehlt nämlich komplett, was den Film enorm entspannend macht. Endlich habe ich nicht das Gefühl, ich könnte etwas Wichtiges verpassen (es gibt nichts Wichtiges), oder etwas nicht verstehen (alles sehr leicht zu verstehen), oder eine subtile Pointe versäumen (es gibt keine subtilen Pointen).
Ok, man kann das so wie Thomas beurteilen, objektiv gesehen ist der Film einfach mies, aber dennoch hat er mir irgendwie Spass gemacht. Und, es gibt ein kleines Bonbon für Star-Trek-Freunde: Siddig El Fadil, auch bekannt als Dr. Bashir aus DS9, hat einen eher kurzen Auftritt - nein, nicht als Doktor.
Erwarten Sie nichts - zumindest in dieser Hinsicht werden Sie nicht enttäuscht werden.

Mäßiger Actionfilm mit stellenweise lustigem Brachialhumor


Wolfgang Huang
Weiterer Kommentar auf der folgenden Seite...
"Vertical Limit" ist selbst für einen einfach-gestrickten Blockbuster zu schwach auf der Brust. Zunächst noch einigermaßen spannend und kurzweilig, lenkt Martin Campbells ("Maske des Zorro") teils äußerst ungeschickte Regie das Geschehen schnell in Richtung unglaubwürdige Lächerlichkeiten - tolerable limit eindeutig überschritten....