Chill Faktor, Der
(Chill Factor)

USA, 101min
R:Hugh Johnson
B:Drew Gitlin, Mike Cheda
D:Cuba Gooding Jr.,
Skeet Ulrich,
Peter Firth,
David Paymer
„Wie weit war das nochmal?”
Inhalt
Cpt. Andrew Brynner (Peter Firth) bekommt 10 Jahre Militärgefängnis aufgebrummt, weil er mit seinen Männern die Forschungsarbeiten von Dr. Richard Long (David Paymer) an einem hochbrisanten neuen biologischen Kampfstoff namens "Elvis" nicht korrekt ausführte. Bei einem Unfall kamen alle Soldaten seines Trupps ums Leben!

10 Jahre später lebt Dr. Long in einer kleinen Stadt, hat Brynner so gut wie vergessen und vertreibt sich seine Zeit mit Tim Mason (Skeet Ulrich) - einem desillusionierten Rumtreiber, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält - beim Angeln. Doch die Schatten der Vergangenheit holen Dr. Long ein. Cpt. Brynner will sich rächen und "Elvis" rauben.

Dr. Long bleibt nur eine Chance: Tim Mason muß den Kampfstoff in Sicherheit bringen ...
Kurzkommentar
{ Ironie on }
Chill ... das reimt sich auf Thrill. Ja .. das ist es : "Chill Factor" ist ein genialer Thriller, hochspannend, mit tief- und herzergreifender Story, filigraner Actionsequenzen, superbem Schnitt, mit herausragenden Darstellern, die den vorzüglichen Dialogen soviel Feingefühl verleihen, daß man sich wünscht, der neue persönliche Lieblingsfilm würde nie enden. Hach ... wann kommt endlich die DVD raus, damit ich ihn immer, immmmer wieder anschauen kann.
{ Ironie off }
Kritik
... déja vu .... ... déja vu ... ... Déja vu wohin das Auge reicht. Alles bekannt, alles schon mal gesehen, alles schon mal gehört. Ein rach- und geldsüchtiger Ex-Militär will eine geheime Allvernichtungswaffe in seine Gewalt bringen, ein trotteliger Freund bekommt die Waffe stattdessen in die Finger und muß mit einem schwarzen Gelegenheitsdieb die Beine in die Hände nehmen.
Zugrundeliegendes Rezept : man nehme so ziemliches jedes sogenannte "Storyelement", jedes Klischee, jede Actionszene und jeden typischen Charakter einer noch typischeren Actionkomödie, werfe alles in eine (allesvernichtende) Bombe, schüttele einmal gut durch und ... würg ... herauskommt ein unappetitliches Fast Food Menü, welches selbst den Videoverleih nicht wert ist.

Einzig und allein die Tatsache, daß ein Kino voller anderer Leidtragender mit mir über manch herrlich schlechte Szene lachen konnten, hat meine Aufmerksamkeit mühsam aufrecht erhalten. Und vielleicht die ein oder andere gewitzte Actionszene oder ein einigermaßen sich knapp über Videofilmniveau befindender lockerer Spruch (" hier Andy's Eisträume ") - dafür den
(Brech-)faktor Zwei. Ansonsten : bah !

RTL Abendunterhaltung : hier ist ein Film für Euch ...

"Chill Faktor" ? - find ich gut ... oder auch nicht


Thomas Schlömer