Night at the Roxbury, A

USA, 81min
R:John Fortenberry
D:Will Ferrell,
Chris Kattan,
Dan Hedaya,
Richard Grieco
L:IMDb
„Was geht ab?”
Inhalt
Der Inhalt ist schnell erzählt: die völlig idiotischen Brüder Butabi versuchen, Einlaß in die Disco ihre Träume zu erlangen. Doch damit man beim Erwähnen des Wortes 'Story' nicht einem völligen Lachkrampf erliegt, gibts gegen Ende sogar noch eine (1) unerwartete Entwicklung.
Kritik
Was haben John Belushi/Dan Akroyd und Will Ferrell/Chris Kattan gemeinsam? Beide waren/sind Stars bei Saturday Night Live, und beide haben jeweils im Doppelpack ihren ersten Film gedreht. Und was unterscheidet sie? 'Blues Brothers' ist Kult, 'A Night at the Roxbury' wird diese Ehrung sicher nie zuteil werden.
Sicher, die Zeiten haben sich geändert, und daß ein zweites 'Blues Brothers' nicht besonders zieht, wissen wir inzwischen auch, aber dennoch: Haben wir diesen miesen Film wirklich verdient? Wer die Anti-Amerika-Zivilisations-Keule zücken wollte, der könnte sich jetzt über Zeitgeist, Intelligenz des Durchschnittsamerikaners und die verkommene neue Generation auslassen. Und in gewisser Weise würde man so dem Film vielleicht noch gerecht werden, denn es gehört allemal ein gewisses Maß an Reflexion dazu, Stumpfsinn so gekonnt auf die Bühne zu bringen. Aber bevor ich mich jetzt zum Verteidiger der amerikanischen Kultur aufschwinge und dem Film zivilisations- und gesellschaftskritische Ambitionen abzutrotzen versuche, sei eines klar gestellt: Dieser Film ist unendlich dämlich. Und zudem völlig unnötig. Es gibt keinen vernünftigen Grund, ihn sich anzuschauen. Auch wenn er mit 81 Minuten erfreulich kurz ist, weniger ist mehr, und in diesem Fall hätte das ganz bestimmt zugetroffen, am besten in letzter Konsequenz.
Wofür gibt es dann 2 Rollen? Gute Frage. Zum einen, weil der Film so trashig ist, daß es fast schon wieder Spass macht, zum anderen, weil die Hauptfiguren trotz allem irgendwie sympathisch bleiben.

Es geht nur noch wenig dämlicher.


Wolfgang Huang