James Bond - Die Welt ist nicht genug
(World is not enough, The)

England / USA, 128min
R:Michael Apted
D:Pierce Brosnan,
Sophie Marceau,
Denise Richards,
Robert Carlyle
L:IMDb
„The World is not enough.. just an old family motto”
Inhalt
Gier, Rache, Weltherrschaft durch die Macht des Öls, Hightech-Terrorismus...dies sind nur einige der Zutaten des neusten 007-Abenteuers, das seinen Anfang vor dem Guggenheim Museum im spanischen Bilbao nimmt, mit einer spektakulären Hochgeschwindigkeitsjagd mit Booten auf der Londoner Themse weitergeht, und uns dann in die schottischen Highlands führt, bevor Bond im Gebirge eine Lawine überlebt. Ach ja, da ist dann noch eine hitzige Explosion, die er natürlich auch übersteht. Neben den ganzen Stunts, Explosionen und Verfolgungsjagden gibt es natürlich noch eine Handlung: Elektra King, Tochter des ermordeten Ölbarons, übernimmt die Firma King-Oil. Doch da ist noch ein böser Bube, der ihr das Leben schwer machen will, oder besser gesagt, nehmen will. Die Doppelnull wurde zu ihrem Schutz abkommandiert.
Kurzkommentar
Der Film beginnt mit einem furiosen, halbstündigen Intro und endet mit einem langweiligen Endkampf. Die Handlung hat wie immer starke Lücken und ist voraussehbar. Die Schauspieler machen ihre Sache größtenteils gut, was auch diesen Bondfilm wieder zu solider Unterhaltung macht.
Kritik
Wow, diese erste halbe Stunde! Hier wird ein Actionfeuerwerk gezündet, wie man es vorher wohl noch nicht gesehen hat. Das Gezeigte übertrifft alle anderen Bond-Filme was bloße Action angeht bei weitem. Leider kann der Film die Geschwindigkeit vom Anfang nicht halten. Richtige Längen hat der Film nicht, aber an einigen Stellen hätte man die Handlung doch ein wenig straffen können. Hoffentlich schafft es beim nächsten Bond mal ein Drehbuchautor ein halbwegs intelligentes Script zu schreiben. Ich erwarte ja wirklich kein Meisterwerk, aber in diesem Fall ist die Story leider außerordentlich dämlich.

Pierce Brosnan ist so wie immer, entweder man mag ihn oder nicht. Sophie Marceau spielt ihre Rolle sehr gut und sogar Denise Richards ist nicht mal halb so peinlich wie erwartet. Sehr enttäuschend ist allerdings der Auftritt von Robert Carlyle, der vom Drehbuch stark benachteiligt wurde. Und was ist eigentlich mit John Cleese los? Sein Kurzauftritt in Schlaflos in New York war ja schon mehr als peinlich, aber auch hier blamiert er sich leider wieder. Judi Dench ist souverän wie immer und hat endlich auch mal eine etwas umfangreichere Rolle. Wer Bond-Filme mag, wird diesen auch mögen, wer Bond-Filme hasst, macht sowieso einen weiten Bogen um 'Die Welt ist nicht genug'.

Dämliche Handlung wird übertüncht von hochkarätiger Action


David Hiltscher
Weiterer Kommentar auf der folgenden Seite...
Drei Dinge zeichenn den neuen Bond aus: Die überaus ansehnliche Denise Richards, die erstaunlich klischeelosen Bösewichter und die Unmenge lockerer Sprüche....