Alles Routine
(Office Space)

USA, 89min
R:Mike Judge
D:Ron Livingston,
Jennifer Aniston,
Ajay Naidu,
David Herman,
Gary Cole
„Ohh...hmmm...njaaaa...was war noch gleich?”
Inhalt
Peter, Michael und Samir arbeiten bei einer Softwarefirma, und zwar mit den üblichen Nebenwirkungen: Schlechte Arbeitsbedingungen, idiotische Chefs, dämliche Kollegen, miese Bezahlung, ständig Überstunden. Als dann auch noch eine Unternehmensberatung beautragt wird, um Stellen weg zu rationalisieren, beschließen die drei, daß sich dringen etwas ändern muss. Doch während Peter von einem Psychologen in Hypnose in völlige Ausgeglichenheit versetzt wird und so sogar zu einer Beförderung kommt, sieht es für die anderen beiden böse aus. Und dann ist da auch noch Milton, der alles tun würde, um seinen Tacker wieder zu bekommen...
Kritik
"Alles Routine" hat drei Teile: Einen durchschnittlichen, einen richtig guten, und einen ziemlich miesen.
Zu Beginn erhält der Zuschauer in mehreren Episoden Einblick in die amerikanische Arbeitswelt. Besonders Gary Cole (in der Rolle des phlegmatischen Boss' Lumbergh) sorgt dank seines excellenten Spiels für viele Lacher. Doch leider fehlt dem Film schon jetzt irgendwie an einer handlungsleitenen Motivation.
Das wird zwar auch im zweiten Teil nicht besser, doch hier hat der Film seine besten Szenen. Peter, von einem Psychologen dauerhaft in einen Zustand völliger Entspannung versetzt, beschließt sein Leben zu ändern und geht ab sofort mit absoluter Leichtigkeit durchs Leben. So pfeift er auf den Job und vertreibt sich die Zeit lieber mit einer hübschen Kellnerin (Jennifer Aniston). Dieser Drogentrip ohne Drogen ist ungeheuer selbsttragend und spaßig anzusehen.
Doch gegen Ende rächt sich dann die mangelnde storytechnische Vorarbeit, und in einem dämlichen Ende geht dem Film viel von seiner Unbeschwertheit verloren. Wirklich schade drum.

Leider nicht konsequent genug.


Wolfgang Huang