Verlockende Falle

USA, 112min
R:Jon Amiel
B:Ronald Bass, Michael Hertzberg, William Broyles Jr.
D:Sean Connery,
Catherine Zeta-Jones,
Ving Rhames,
WIll Patton
L:IMDb
„1 Milliarde - und das ist nur Ihr Anteil!”
Inhalt
Den Diebstahl eines Rembrandts nutzt die attraktive Versicherungsagentin Gin (Catherine Zeta-Jones), um ihren Chef Hector Cruz (Will Patton) davon zu überzeugen, sie auf den Superdieb MacDougal (Sean Connery) anzusetzen. Doch schon bald stellt sich heraus, das Gin mehr im Schilde führt, als Mac nur zu überführen. Und auch mit Verführen allein ist es nicht getan: Sie braucht Mac und sein Können für den absoluten Millenium-Super-Coup.
Kritik
Regisseur Jon Amiel ist versucht, seine Inszenierung zwischen zwei Schwerpunkten auszubalancieren. Da ist zum Ersten natürlich die unausweichliche Frage, wie zwei erotisierende, nur durch erhebliche Altersdifferenz getrennte, Stars miteinander umzugehen haben. An Connerys Sexappeal kann selbst nicht das Alter nagen und man erwartet, dass entweder Catherine-Zeta Jones dem "Bondappeal" verfällt oder Gentlemaneinbrecher MacDougal dem heißblütigen Charme der "verlockenden Falle". Aber nein, richtig knisternde Erotik wird durch MacDougals "Professionalität" im Keim erstickt, wodurch die Dialoge auf dieser Ebene uninspiriert vor sich hindümpeln. Soll die "verlockende Falle" als doppelte Metapher, auch mit sexueller Konnotation, gesehen werden, kann sie hier nicht zuschnappen. Dann der zweite Schwerpunkt, der nicht nur unter der Halbherzigkeit des Erotischen leidet: der "kleptomanische" Aspekt. Die Szenen, in denen Masken, Vasen und die Kleinigkeit von 8 Milliarden Dollar geklaut werden wollen, wirken zu absehbar, zu routiniert. Dämlich anmaßend wirkt es, wenn das Stehlen zum Größenwahn wird. Richtige Spannung baut sich nie auf, allein von den vielen Intrigen der Geschichte zeigt man sich überrascht und verwirrt. Die Leistung Connerys könnte man als souverän-unbeteiligt bezeichnen, Catherine-Zeta Jones wird sicher noch von sich hören und sehen lassen. Der Film kann weder sehenswerte Erotik, noch den Anspruch eines temporeichen Thrillers einlösen und bleibt halbherziges Konglomerat.
Flemming Schock
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Mir scheint, als wäre Connerys Glanzzeit vorbei. Während seine Rolle etwa in 'The Rock' trotz seines Alters noch glaubwürdig war, so wirkt er in diesem Film deutlich anachronistisch. Die ganze Szenerie leidet unter der Unglaubwürdigkeit Connerys, sei es bei Actionszenen oder in romantischen Momenten. Und die ironische Referenz auf Connerys Vergange...